Diese Frage gehört zu denen, die sich leider nicht pauschal mit „ja“ oder „nein“ beantworten lassen.
Doch zunächst: Was ist überhaupt ein NAS? Ein NAS (Network Attached Storage) ist ein zentraler Speicher im Netzwerk, auf den mehrere Personen gleichzeitig zugreifen können. Man kann ihn sich wie eine eigene kleine Cloud im Büro vorstellen. Er wird häufig genutzt, um Daten gemeinsam abzulegen, zu sichern oder zwischen Arbeitsplätzen auszutauschen.
Was muss ich beachten?
NAS-Systeme arbeiten mit eigenen Betriebssystemen, die sich von klassischen Desktop-Betriebssystemen wie Windows oder macOS unterscheiden. Dadurch werden Datei-Zugriffsrechte sowie Lese- und Schreibvorgänge anders gehandhabt, was zu Kompatibilitätsproblemen führen kann.
In der Praxis zeigt sich das häufig dadurch, dass Dateien langsamer geöffnet und gespeichert werden. In manchen Fällen kann es sogar zu Abstürzen oder beschädigten Dateien kommen. Vectorworks ist auf schnelle und stabile Dateizugriffe angewiesen, wie sie in der Regel nur lokale Festplatten zuverlässig bieten.
Warum ist die Arbeit über ein NAS langsamer?
Ein NAS ist immer über ein Netzwerk angebunden – selbst innerhalb eines Büros. Im Vergleich zu einer internen Festplatte ist dieser Zugriff langsamer und anfälliger für Verzögerungen.
Wenn das NAS zusätzlich mit klassischen Festplatten (HDD) statt mit schnellen SSDs ausgestattet ist, verstärkt sich dieser Effekt weiter, da HDDs deutlich längere Zugriffszeiten haben.
Was ist die bessere Alternative?
In der Praxis hat es sich bewährt, die eigentliche Arbeit lokal auf dem Computer durchzuführen und die Daten anschließend mit dem NAS oder dem Server zu synchronisieren. Auf diese Weise kombiniert man die Geschwindigkeit der lokalen Festplatte mit den Vorteilen einer zentralen Ablage.
Alternativ können auch spezielle Serverlösungen oder Cloud-Dienste eingesetzt werden, die besser für die Zusammenarbeit ausgelegt sind.
Fazit:
Ein NAS kann stabil funktionieren, muss es aber nicht. Häufig sind spezielle Einstellungen notwendig, die ein tieferes technisches Verständnis erfordern. Diese betreffen zum Beispiel die Art, wie Dateien im Netzwerk gesperrt oder freigegeben werden.
Ohne entsprechendes Know-how kann ein NAS daher schnell komplex werden und ist nicht immer eine „Plug-and-Play“-Lösung.